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Shopware 6 ist da - was kommt neu dazu?

Shopware ist momentan ein beliebtes Thema auf dem Händlermarkt, denn im Dezember 2019 kommt endlich das neue Shopware 6.1 raus. Zuvor wurden im Juli 2019 der Early Access Shopware 6.0.0 freigegeben. Shopware wurde von Grund auf neu entwickelt. Nicht nur ist die Code-Basis neu, sondern auch das Datenbank-Modell. Doch was ist Shopware eigentlich?


Shopware ist eine E-Commerce-Plattform aus Deutschland, welche viele Features hat, PHP basierend und zudem Developer-freundlich ist. Da die Plattform aus Deutschland stammt, ist sie somit von vornherein mit dem deutschen Datenschutz konform. Das erspart für deutsche Händler die Recherche, ob die Plattform überhaupt nutzbar ist. 

Zudem ist Shopware reich an Partner Netzwerken und stellt mehr als 80.000 Instanzen bereit. Dabei ist Shopware sowohl für Start-ups als auch für Enterprise Level Firmen kompatibel und eine ideale Plattform um den Onlineshop aufzubauen. Die meisten Live-Stores in Deutschland laufen bereits über Shopware während sich die Popularität der E-Commerce Plattform auch auf den Rest Europas ausbreitet. 


Shopware überzeugt mit einer Vielfalt von Eigenschaften, welche immer weiter ausgearbeitet werden. Ein flexibles Produkt- und Management-Tool ist neben einem aktiven Multi-Warenhaus Support beispielsweise eines dieser Features. 


Weitere Features:

  • intuitive und starke Content-Management Leistungsfähigkeit: Shopware CMS ist ein großer Bonus für Händler da es Admin Nutzern erlaubt sehr flexible Content Seiten zu bauen, ohne großen technischen Support
  • Drag & Drop Design Layouts: verschieden vorhandene Komponenten wie Produkte, Banner, Inhalt und Produkt Blöcke sowie verschiedene Media Komponenten
  • hohes Level an Skalierbarkeit und Performance - eingebautes Developer-Tool hilft bei der Einrichtungsskalierung
  • kostenloses Datenmigrationstool


Die Handhabung von Shopware ist sehr intuitiv, welches dem Nutzer erlaubt sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Das Backend ist dabei äußerst durchdacht und strukturiert, um dem Shopbetreiber den Einstieg zu erleichtern und sowohl Zeit als auch Geld zu sparen. Um den Shop attraktiver zu machen, erlaubt Shopware eine hilfreiche Anpassungsmöglichkeit durch seine Quelloffenheit. Shopware ist komplett Open Source und somit individuell anpassbar. Viele Anpassungen sind bereits im Backend standardgemäß umsetzbar. 


Ein Aspekt auf den Shopware viel Wert legt ist das “Storytelling”. Das Ziel ist es dem Käufer ein Einkaufserlebnis wie im Laden zu bieten. Der Händler soll neue Möglichkeiten bekommen sich und seine Produkte zu inszenieren. Eine maximale Usability wird gewährleistet und dies unabhängig von dem Endgerät. Egal ob am Handy, am Laptop oder auf dem Tablet - die Plattform ist auf allen Geräten gut leserlich und nutzbar. 

Ein emotionales Einkaufserlebnis soll erschaffen werden statt stumpfes durchscrollen von Produkt Listings. Der Code von Shopware erlaubt es hohe Artikelmengen zu skalieren und dabei trotzdem ein übersichtliches Sortiment vorzustellen. 


Der Händler hat bei Shopware ein hohes Level an Admin Kontrolle und Autonomität und kann so interaktive Produkte und verbundenen Content individuell bearbeiten und inszenieren. Dies erlaubt ein besonders gutes Storytelling für die Markenkommunikation. 

Mit diesen Features hat Shopware bisher überzeugt, doch mit dem neuen Shopware 6 kommen viele neue Änderungen und zusätzliche Eigenschaften hinzu. 


Vorerst einmal die neu genutzten Technologien: Shopware integriert nun Symfony 4.2, Twig, Bootstrap 4 und Bus.js in seine Plattform. Der Einstieg für Entwickler soll so deutlich vereinfacht werden, da nur wenig Shopware-spezifisches Wissen notwendig ist. Zudem leisten die neu verwendeten Technologien eine bessere Performance und sind einfacher zu pflegen. Das spart Zeit und erlaubt eine bessere Übersicht. 

In Zukunft soll mehr Wert auf die Kreativität der Kunden und Agenturen gelegt werden. Daher denkt Shopware kanal- unabhängig. Auch die Zukunft von E-Commerce ist unabhängig von den Kanälen. Shopware 6 verabschiedet sich von den Kategoriebäumen seines Vorläufers, welche man mit Sprache und Sub-Shop verknüpfte. Damit das Design sich schneller ändern, intuitiver bearbeitet und logischer aufgebaut werden kann, wird im Frontend die Smarty Block-Logik durch Twig ersetzt. 

Das Admin Face wird deutlich aufgeräumter und erinnert nun stärker an Magento und anderen Content-Marketing-Systemen. Auch die Fenster-Ansicht im Backend wird ersetzt. Der Fokus wird nun stärker auf das Symfony Framework gesetzt.

Die Nutzer haben nun den Vorteil, dass das Verwalten von Produkten und Eigenschaften einfacher ist und die Verwaltung von Produktpreisen überarbeitet wurden. Rundungsfehler, die zuvor auftraten, werden mit dem neuen Shopware 6 Update behoben.


Da sich Shopware 6 doch deutlich in technischer Sicht zu Shopware 5 unterscheidet, wird es vermutlich nicht möglich sein die gewohnten Frontend Formulare unter Shopware 6 zu verwenden. Zwar ist die Logik ähnlich, aber das Template muss angepasst werden. Die Migration von 5 zu 6 wird daher auch vermutlich nicht per 1-klick Migration möglich sein, wobei Shopware Unterstützung bei der Migration anbietet. 


Was von Shopware 6 zu erwarten ist, sind die Möglichkeiten von einem vollständigen SEO-URL-Handling, sowie die Implementierung von Rabatten und Kampagnen. Außerdem macht Shopware den Schritt in Richtung voll-responsives Backend. 

Shopware ist modular aufgebaut und bietet ein schlankes Kernprodukt. So können zusätzliche Softwares einfach angebunden werden. Damit kann gewährleistet werden, dass auch zukünftige Themen wie Voice-Commands mit Shopware abgedeckt werden können. 


Zum Release von Shopware 6 im Dezember kann mit weiteren Standardfunktionen gerechnet werden:
- Verkaufskanäle (Instagram, Facebook, Pinterest)
- Erweiterung von Erlebniswelten durch weitere CMS-Funktionen 

- Internationalisierung: Definierbare Steuersätze pro Land 

- Cross-Selling

- erweiterte Datenschutzoptionen

- Erweiterung von Enterprise Edition durch B2B Suite 


Zwar sind die Early Access Versionen zu Shopware 6 bereits online, es lohnt sich jedoch auf das Shopware 6.1 Release zu warten, da die neu implementierten Features und Verbesserungen sehr vielversprechend aussehen.




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